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Reifenwechsel einfach und sicher selbst durchführen

 

Reifenwechsel bzw. Radwechsel einfach und sicher selbst durchführen

Jedes Jahr steht der Reifenwechsel bzw. Radwechsel im Frühjahr und im Herbst an. Es kann natürlich auch passieren, dass ein Autoreifen beschädigt ist. Auch dann sollte man dringend den Radwechsel durchführen. Allgemein gilt die O-O Regel, das heißt Ostern bis Oktober. Diese Regel dient allerdings nur der Orientierung und ist mit Vorsicht zu genießen, denn Wetter und Standort entscheiden.

Gesetzlich vorgeschrieben ist der Zeitraum nicht. Das macht es allerdings nicht unbedingt einfacher: In Deutschland gilt eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Ob schon mit Sommerreifen gefahren werden darf, hängt von der Situation ab, vor allem also von der Wetterlage.

Wann genau der Zeitpunkt zum Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen oder andersrum liegt, ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Denn es gilt die situative Winterreifenpflicht. Daher kann man auch nicht genau sagen, wann man am besten die Räder wechselt. Es hängt ganz klar von der Wetterlage ab.

Tipp: Man kann sich aber an den aktuellen Temperaturen und an den Wettervorhersagen orientieren. Sind die Temperaturen schon deutlich in den Plusgraden kann man auf Sommerreifen wechseln. Gibt es aber in der Nacht noch Frost oder Temperaturen unter 7 Grad, sollte man weiterhin auf Winterreifen setzen.

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den Reifenwechsel. Als Bonus gibt es dazu noch ein Erklärungsvideo.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Vorbereitungen zum Räderwechsel
  2. 5 Schritte des Radwechsels im Überblick
  3. 5 Fehler beim Reifenwechsel / Radwechsel
  4. Was ist beim Radwechsel mit Wagenheber zu beachten?
  5. 4 wichtige Hinweise zum Reifen / Radwechsel
  6. Erklärungsvideo
  7. Vor-/ Nachteile selbstständiger Reifenwechsel / Radwechsel
  8. Wann solltest Du den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen lassen?
  9. Reifenwechsel / Radwechsel Montage Partner Deiner Nähe
  10. Fazit


Vorbereitungen zum Räderwechsel

Um den Radwechsel nun durchzuführen, sollte man sich vorbereiten, folgende Werkzeuge dabei haben und eine ausgiebige Sichtprüfung der Räder vornehmen.

Wichtige Werkzeuge für einen Reifenwechsel / Radwechsel

  • Radkreuz
  • Wagenheber (hydraulisch oder aus dem Auto)
  • Drehmomentschlüssel
  • Drahtbürste, um Schmutz, Felgenstaub etc. zu entfernen
  • Profilmesser zur Messung der Profiltiefe, alternativ 1 € Münze
  • ggf. Felgenschloss, Handschuhe

ⓘ Richtige Sichtprüfung aller 4 Räder

  • Messen der Profiltiefe: die gesetzliche Mindestprofiltiefe ist 1,6 mm, Empfehlungen von Experten: Sommerreifen mindestens 3 mm, Winterreifen 4 mm Restprofiltiefe.
  • Prüfen der Reifen: Sommerreifen könnten zu alt (DOT überprüfen), zu porös sein, zu abgefahren (sh. Profiltiefe), Beschädigungen können auch durch falschen, geringen Luftdruck entstanden sein.
  • Prüfen der Felgen: Nachsehen auf Beschädigungen

5 Schritte des Radwechsels im Überblick

5 Schritte bei Radwechsel / Reifenwechsel

  1. Das Auto auf eine ebene und feste Fläche (kein Kopfsteinpflaster, Sand, Rasen oder Schotter) abstellen, die Handbremse fest anziehen und Gang einlegen. Bei Automatik-Autos auf "P" stellen.
  2. Die Radmuttern- oder schrauben an den Felgen leicht lösen und mit dem Wagenheber das Auto anheben, bis das Rad leicht über dem festen Boden schleift. Jetzt die Muttern/Schrauben komplett abschrauben und mit der Hand in den Mitte auf das Rad Druckausüben. Dann das Rad abnehmen.
  3. Bevor das neue Rad angesetzt wird, sollte mit einer Drahtbürste Schmutz bei der Auflagefläche beseitigt werden. Sind diese sauber, können die Radschrauben/Radmuttern mit der Hand angedreht werden. Das Auto danach langsam herablassen und die Muttern/Schrauben über Kreuz anziehen. Damit erreicht man eine gleichmäßige Befestigung.
  4. Mit dem Drehmomentschlüssel können danach alle Radschrauben oder -muttern festgezogen werden. Der richtige Drehmoment ist im Handbuch zu finden.
  5. Unbedingt den Reifendruck / Luftdruck kontrollieren. Infos sind im Tankdeckel oder der Autotür. Wenn kein Gerät dabei, dann zur Tankstelle fahren. Bei vorhandenem Reifendruckkontrollsystem dieses neu einstellen.

Was ist beim Radwechsel mit Wagenheber zu beachten?

Wenn Du Deine Räder mit einem Wagenheber wechselst, musst Du Folgendes beachten.

Zu allererst solltest Du Dir einen stabilen, glatten, rutschfesten Untergrund suchen, auf dem Du Deine Räder wechseln kannst. Dafür eignet sich am besten Asphalt oder der Boden Deiner Garage.

Auf jeden Fall zu vermeiden sind Untergründe wie Rasen, Kopfsteinpflaster, Sand oder Schotter. Diese können dazu führen, dass der Wagenheber wegrutscht und Schäden an Deinem Auto verursacht. Im schlimmsten Fall kannst Du Dir dadurch auch Verletzungen zu ziehen.

Nachdem Du einen festen Untergrund für den Wagenheber gefunden hast und Dein Auto dort platziert hast, geht es an das Ansetzen des Wagenhebers. Dafür gibt es bestimmte Punkte, die sich jedoch immer unterscheiden.

Tipp: Die richtigen Punkte für Dein Auto findest Du in Deinem Fahrzeughandbuch.

Wenn Du den Wagenheber an anderen Stellen anbringst, kann Deine Karosserie Schäden davontragen. Sobald Du die richtigen Punkte gefunden hast, geht es an das eigentliche Ansetzen des Wagenhebers. Im Vorfeld solltest Du die Handbremse angezogen haben, damit das Auto nicht wegrollen kann.

Anleitung:

  1. Zuerst kurbelst Du den Wagenheber auf eine Höhe, sodass er noch gerade so unter Dein Auto passt.
  2. Dann platzierst Du den Wagenheber unter den dafür vorgesehenen Punkten und kurbelst solange weiter bis sich das Rad anhebt.
  3. Wenn Du das Rad locker mit Deinen Händen drehen kannst, hast Du die richtige Höhe erreicht. Das Rad sollte nicht so hoch in der Luft hängen und natürlich nicht zu niedrig.

Damit Du und Dein Auto völlig sicher sind, empfiehlt sich zudem ein Unterstellbock. Dieser ist dafür da in einer Situation, in der der Wagen wegrutscht oder bricht, den Wagen aufzufangen. Das garantiert Dir, dass Du sicher an Deinem Auto arbeiten kannst.

Wagenheber Arten

Es gibt verschiedene Arten von Wagenhebern, die Dir zur Auswahl stehen. Diese unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise und Preisklasse. Hier haben wir einmal kurz alle Arten für Dich aufgelistet und beschrieben.

Fangen wir mit dem gängigsten Wagenheber, dem Scherenwagenheber an. Dieser hat grob gesagt die Form einer Raute (die an eine Schere erinnert). Diese Art hebt das Auto über das eigenständige Kurbeln an. Vorteil hier ist, dass er relativ günstig ist. Die meisten Wagenheber, die beim Autokauf dabei sind, sind Scherenwagenheber.

Eine weitere Art sind die kraftsparenderen Wagenheber, die mittels Hydraulik funktionieren. Da wäre einmal der Stockheber, welcher ebenfalls eher in der günstigen Kategorie landet. Er ist wie ein Zylinder geformt und hat in der Mitte einen Kolben (Stock) der den Wagen mittels hydraulischer Kraft anhebt. Er ist der ideale Wagenheber für den alltäglichen Gebrauch.

Rangierwagenheber funktionieren ebenfalls mit Hydraulikflüssigkeit, die mittels eines Hebels in einen Kolben gepumpt wird, der dann den Wagen anhebt. Ein weiteres großartiges Feature ist, das man mit den angehobenen Wagen herum rangieren kann. Diese werden hauptsächlich von Werkstätten und Tunern verwendet.

Dann gibt es noch pneumatische Wagenheber, die in der Regel von KFZ Werkstätten verwendet werden. Grundlegend ähnelt das Design an einen Stockheber, lediglich die Funktionsweise ist anders. Dort wird ein Kompressor angeschlossen und der Wagen wird mit hohem Luftdruck angehoben.

Zuletzt gibt es auch noch etwas ausgefallenere Varianten, wie z.B. den Ballonwagenheber. Dieser ist dafür gedacht, das Auto auch auf weicheren Untergründen anheben zu können. Der Wagenheber wird mittels der Auspuffgase gefüllt und hebt so das Auto an. Vorwiegend wird dies im Ralleybereich verwendet, da dort viel auf unebenem, sandigem Untergrund gearbeitet wird.

5 Fehler beim Reifenwechsel / Radwechsel

Im Jahr steht zweimal der unbeliebte Reifen- bzw. Räderwechsel an. Dieser kostet Dich Zeit und vor allem Geld, wenn Du Deine Reifen in der Werkstatt wechseln lässt.

Deshalb greifen viele Autofahrer zu der günstigen Variante - den Wechsel ihrer Felgen mit Reifen selbstständig durchzuführen. Dabei gibt es jedoch fatale Fehler, die Du machen kannst, welche Dich im Endeffekt viel mehr Zeit und Nerven kosten als nötig!

Hier 5 typische Fehler beim Reifenwechsel die Du vermeiden solltest.

Radwechsel Fehler #1 - Felgen festziehen ohne Drehmomentschlüssel

Radwechsel Richtig #1 - Felgen festziehen mit Drehmomentschlüssel

1. Reifenmontage ohne Drehmomentschlüssel

Für die Reifenmontage ist ein Drehmomentschlüssel unbedingt notwendig, denn die Radschrauben an den Felgen müssen mit einem bestimmten Anzugsmoment festgezogen werden.

Zieht man die Schrauben zu fest an, kann es passieren, dass sich die Gewinde überdrehen. Das führt unteranderem dazu, dass die Schrauben unter starker Spannung stehen. Tritt nun eine höhere Belastung auf, wie bei einer starken Bremsung oder einem Unfall, kann es passieren, dass die Schrauben brechen.

Sollten die Schrauben an der Felge zu locker sitzen, können sich die Räder während der Fahrt lockern und lösen. Ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Dich und Deine Mitfahrer.

Wenn Du einen Drehmomentschlüssel benutzt und das richtige Anzugsmoment aus dem Fahrzeughandbuch einhältst, kommst Du auf jeden Fall sicher an Dein Ziel.

Tipp: Nach ungefähr 50 gefahrenen Kilometern solltest Du noch einmal die Schrauben an Deinem Rädern nachziehen.

Radwechsel Richtig #2 - Richtige Position des Wagenhebers

Radwechsel Fehler #2 - Falsche Position des Wagenhebers

2. Falsche Position des Wagenhebers

Ein weiterer häufiger Fehler beim Reifenwechsel / Radwechsel ist ein falsch angesetzter Wagenheber. Es gibt an der Karosserie bestimmte Punkte die dafür geeignet sind, dort einen Wagenheber anzusetzen. Diese unterscheiden sich von Modell zu Modell.

Die Punkte sind in der Bedienungsanleitung zu finden und sie sind meist am Auto mit Dreiecken oder Kreisen gekennzeichnet. Wenn Du den Wagenheber falsch ansetzt, kann es passieren, das Deine Karosserie Schäden davonträgt!

Es ist zudem wichtig, dass der Untergrund glatt und rutschfest ist. Untergründe wie Rasen, Sand, Schotter oder Kopfsteinpflaster können dazu führen, dass der Wagenheber wegrutscht oder wegknickt. Das verursacht Schäden an Deinem Auto, besonders wenn das Rad schon abmontiert ist.

Radwechsel Richtig #3 - Sicherheitsüberprüfung machen - Profiltiefe messen

Radwechsel Fehler #3 - Sicherheitsüberprüfung vergessen - Profiltiefe nicht gemessen

3. Vernachlässigung der Sichtprüfung

Viele Autofahrer vernachlässigen beim selbstständigen Radwechsel die Sichtprüfung. Das kann schwere Sicherheitsrisiken nach sich ziehen. Bei der Sichtprüfung ist es wichtig, dass alle sichtbaren Teile Deiner Räder genau betrachtet werden und mögliche Schäden oder Abnutzungen erkannt werden.

Wichtig zu untersuchen ist zu erst die Profiltiefe. Es gibt eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Empfehlenswert sind aber bei Sommerreifen mindestens 3 mm und bei Winterreifen mindestens 4 mm Profiltiefe.

Weiterhin solltest Du nach Schäden an Reifen und Felgen Ausschau halten. Sind die Reifen porös oder ungleichmäßig abgefahren, kann es sein, dass diese zu alt sind oder der Reifendruck falsch eingestellt ist. Gibt es sichtbare Schäden an der Felge wie z.B. große Kratzer oder gar Risse, solltest Du überlegen, neue Felgen zuzulegen.

Wenn Dir etwas an Deinen Kompletträdern auffällt, empfiehlt sich doch die Fahrt zur Werkstatt oder der Kauf von neuen Sommer- bzw. Winterrädern.

Radwechsel Richtig #4 - Reifendruck überprüfen

Radwechsel Fehler #4 - Falscher Reifendruck

4. Reifendruck nicht geprüft

Das Wichtigste nach der Montage Deiner neuen Räder ist, dass Du den Reifendruck überprüfst und ggf. anpasst. Wenn Reifen über die Saison eingelagert wurden, haben sie nämlich oftmals einen Teil ihrer Luft verloren.

Expertentipp: Wie Du Deine Felgen mit Sommer- oder Winterreifen richtig einlagerst, erfährst Du hier!

Um ein schlechteres Fahrverhalten und einen erhöhten Verschleiß Deiner Reifen zu vermeiden, sollte der Luftdruck immer dem für Dein Autos vorgeschriebenen Wert entsprechen. Den richtigen Wert findest Du an der Innenseite der Fahrertür oder am Tankdeckel.

Radwechsel Richtig #5 - Räder in richtiger Laufrichtung anbauen

Radwechsel Fehler #5 - Räder in falscher Laufrichtung anbauen

5. Reifen in falscher Laufrichtung montiert

Einige Reifen besitzen eine bestimmte Laufrichtung, nach der sie montiert werden müssen, damit sie einwandfrei funktionieren. Am Profil des Reifens erkennst Du, ob er eine Laufrichtung hat oder nicht. Das Profil ist meist V oder U-förmig und am Reifenrand ist ein Pfeil zu finden, der die Rotation, also die Laufrichtung angibt.

Wenn ein Rad in der falschen Laufrichtung montiert ist, haftet der Reifen nicht optimal auf der Straße. Dadurch nutzt sich der Reifen schneller ab und die Fahrgeräusche werden lauter.

Am wichtigsten ist jedoch, dass das Profil z.B. Wasser auf der Straße schlechter verdrängen kann und somit Aquaplaning zu einem großen Sicherheitsrisiko wird. Das ist auch einer der Gründe, warum bei einem falsch montierten Reifen die TÜV Plakette verweigert werden kann.

Also sollte immer darauf geachtet werden, dass die Laufrichtung stimmt!

Weitere Tipps für den perfekten Radwechsel

Hier geben wir Dir noch weitere kleine Tipps, auf die Du bei Deinem Räderwechsel achten solltest.

Reifendruck-Kontrollsysteme kurz RDKS

Dort unterscheidet man in direkt und indirekte RDKS. Bei direkten RDKS kann man den Reifenwechsel nicht selbst durchführen, da die Sensoren gewartet werden müssen. Indirekte RDKS hingegen können selbst neu eingestellt werden. Eine Anleitung dazu findest Du in Deinem Fahrzeughandbuch.

Radnabe und Radbolzen reinigen

Zudem solltest Du bei dem Reifenwechsel darauf achten das die Radnabe und die Radbolzen nicht zu sehr verrostet sind. Das kann dazu führen, dass sich die Radbolzen beim nächsten Radwechsel nicht mehr ordentlich lösen lassen und viel Kraft nötig ist. Deshalb empfiehlt sich, dass Du alte, rostige Radbolzen gegen neue austauscht und Du die Radnabe mit einer Drahtbürste vom gröbsten Rost befreist.

Reifen wuchten (lassen)

Wenn Du laute Fahrgeräusche wahrnimmst, das Lenkrad flattert und Deine Reifen nicht ganz „rund laufen“, haben Deine Räder wahrscheinlich eine Unwucht. Das bedeutet das das Gewicht Deines Reifens und Deiner Felge ungleich verteilt sind. Dies kann gerade bei hohen Geschwindigkeiten massive Folgen für Deine Sicherheit haben. Aber auch mit der Zeit tragen mehrere Teile Deines Autos Schäden davon. Da hilft dann nur noch Deine Räder von einem Profi auswuchten zu lassen.


ⓘ 4 wichtige Hinweise zum Reifenwechsel / Radwechsel

Laufrichtung der Räder beachten! Die Hinweise findet man auf der Flanke mit dem Wort "Rotation" oder "Direction und ist mit einem Pfeil gekennzeichnet. Die Anzeige der Richtung erleichtert es, die Räder auf der richtigen Seite anzubringen. Man kann zwar bei Falschanbringung mit den Pneus fahren, aber diese arbeiten dann nicht optimal. Achtung: Wenn die Polizei bei einer Kontrolle mitbekommt, dass die Reifen falsch montiert wurden, kann sogar ein Bußgeld drohen.

Abgenommen Reifen markieren: Bspw. HL für hinten links, VL für vorne links. Das erleichtert die Montage beim nächsten Wechsel.

Prüfen der Radmuttern und -schrauben! Nach den ersten 50 - 100 km sollten die Radmuttern / Schrauben geprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden.

Die Räder richtig lagern - entweder flach liegend (Empfehlung: Felgenbaum) oder hängend an der Wand lagern. Tipp: Der beste Aufbewahrungsort ist dunkel und trocken, damit der Reifengummi nicht so schnell altert.

Reifenwechsel / Radwechsel einfach gemacht - Erklärungsvideo


Vorteile selbstständiger Reifenwechsel / Radwechsel

  • Kein Zeitdruck ✓
  • Keine Kosten ✓
  • Flexibilität ✓

Nachteile eigenständiger Reifenwechsel / Radwechsel

  • Unsicherheiten, ggf. Fehler da Laie am Werk ✗
  • Bei Beschädigungen neue Reifen aufziehen ✗
  • Fehlendes Werkzeug bspw. kein Drehmomentschüssel ✗

ⓘ Tipps: Reifenwechsel / Radwechsel in der Werkstatt

  • Unbedingt nach Preisen erkunden, denn es gibt große Preisunterschiede.
  • Rechtzeitig einen Werkstatt Termin zum Reifenwechsel / Radwechsel buchen.
  • Das Felgenschloss mit in die Werkstätten bringen.
  • Bei Felgen (Original vs Zubehör) gibt es unterschiedliche Radschrauben. Die auch mitbringen.
  • Felgen und Räder vorher und nachher gründlich waschen, damit kein Restschmutz übrig bleibt.
  • Einlagerung in der Werkstatt ist möglich, deshalb nach den Kosten nachfragen.

Wann solltest Du den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen lassen?

Nichtsdestotrotz gibt es auch gute Gründe, um für den saisonalen Reifenwechsel in die Werkstatt zu fahren.

Du hast Deine neuen Winterräder oder Sommerräder selbst aufgezogen, aber wohin jetzt mit dem altem Radsatz? Wenn Du selbst keinen freien Platz in der Garage oder im Keller hast, bietet sich ein Radwechsel in der Werkstatt an. Dort bekommst Du bessere Konditionen für das Einlagern Deiner Kompletträder, wenn Du vor Ort auch Deine Reifen wechseln lassen hast.

Der Profi übernimmt dann die ganze Arbeit für Dich. Die neuen Felgen mit Reifen werden aufgezogen, Deine alten Räder werden mittels der Sichtprüfung auf mögliche Schäden untersucht und anschließend gereinigt. Dann werden sie professionell eingelagert, sodass während der Lagerung keine Schäden an Felge oder Reifen entstehen können.

Wenn eine Saison dann vorbei ist, kann der Profi aus der Werkstatt Deine Räder, falls notwendig, neu auswuchten, sollte während der Lagerung eine Unwucht entstanden sein. Dies kann in jedem Fall nur der Profi mit speziellem Gerät beheben. Das macht es praktischer, falls die Räder schon in der Werkstatt gelagert sind.

Tipp: Wenn Du länger im Voraus den Reifenwechsel planst, solltest Du mehrere Werkstätten miteinander vergleichen, um den günstigsten Preis zu bekommen. Außerdem gilt auch die Regel, „der frühe Vogel fängt den Wurm“, denn wenn der Reifenwechsel direkt vor der Tür steht, sind viele Werkstätten ausgebucht. Also hole Dir rechtzeitig einen Termin.

Wenn an Deinen Kompletträdern direkte RDKs (Reifendruckkontrollsysteme) verbaut sind, hast Du nicht die Wahl ob Du Deinen Reifenwechsel selbst durchführst, da dies nur Profis können. Diese direkten RDK-Sensoren müssen mit spezieller Software neu eingestellt werden und dies geht nur in der Werkstatt. Räder mit indirekten RDKs hingegen kannst Du selbst wechseln, da in Deinem Fahrzeughandbuch eine Anleitung zu finden ist, wie diese eingestellt werden müssen.

Ebenfalls in die Werkstatt musst Du, wenn Du lediglich neue Reifen auf Deine Felgen aufziehen möchtest. Das ist manchmal der Fall, wenn der Reifen zu alt ist oder das Profil soweit abgefahren ist, dass der Reifen getauscht werden sollte. Oder Dir Deine Felgen so gut gefallen, dass Du sie das ganze Jahr über fahren möchtest. In diesem Fall führt auch kein Weg an der Werkstatt vorbei.


Reifenwechsel / Radwechsel Montage Partner Deiner Nähe

Du hast Dich wahrscheinlich schön öfter gefragt, wo du im Frühjahr Deine Räder wechseln lassen solltest? Man könnte annehmen, dass das ein einfach zu lösendes Problem ist, denn diesen Service bieten ja viele Werkstätten an.

Unsere Erfahrungen zeigen aber, dass gerade zu den Stoßzeiten viele Werkstätten ausgebucht sind. Wir möchten Dir gerne helfen und bieten Dir hier verschiedene Links zu Portalen mit dem Du einen Reifenmontagepartner in deiner Nähe ganz einfach finden kannst.


Ganzjahresreifen als Alternative?

Wenn man keine Lust hat 2x im Jahr die Reifen zu wechseln, kann man auch auf Allwetterreifen bzw. Ganzjahresreifen setzen. Es ist allerdings nur ein Kompromiss, denn Ganzjahresreifen sind immer Wetter- und Umgebungsabhängig. Auch sind diese Reifen nicht besser im Sommer als Sommerreifen oder im Winter als Winterreifen.


Fazit

Jeder kann einen Reifenwechsel / Radwechsel durchführen. Man braucht auch keine spezielle Ausbildung oder Fachkenntnisse. Wichtig ist nur etwas Übung, Selbstvertrauen und natürlich das richtige Werkzeug.

Aber Vorsicht: Auch wenn man die Reifen jetzt selbst wechseln möchte, sich aber noch unsicher fühlt, sollte man a) Freunde und Familie um Hilfe bitten oder b) in eine Werkstatt fahren. Falsch montierte Räder können zu Unfällen führen. Dieses hohe oder auch leichtsinnige Risiko sollte auf keinen Fall eingegangen werden.


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