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Michbereifung

 

Michbereifung - Wichtige Infos im Überblick

Sicher kennst Du das auch: Die Reifen an Deinem Wagen fahren sich i. d. R. unterschiedlich stark ab - je nachdem, welche Achse angetrieben ist. So kommt es häufig vor, dass Du auf der Antriebsachse neue Reifen brauchst (dort nutzen sie sich stärker ab), während die Reifen auf der anderen Achse noch gut sind. Doch ist es überhaupt erlaubt, lediglich zwei neue Reifen zu kaufen? Und was ist, wenn unterschiedliche Reifengrößen an den beiden Achsen gefahren werden sollen, wie es bei Tuning-Fans so beliebt ist.

Wie Du siehst, existieren hier viele Fragen. Daher erfährst Du in diesem Ratgeber alles, was Du über das Thema „Mischbereifung“ wissen musst, in kompakter Form.

Inhalt:

  1. Grundsätzliches zur Mischbereifung
  2. Gleiche Reifen auf einer Achse
  3. Mischbereifung auf zwei Achsen
  4. Fazit: Mischbereifung Infos

Grundsätzliches über die geeignete Bereifung für den jeweiligen Fahrzeugtyp

Nicht auf jedem Auto darf jeder beliebige Reifen gefahren werden. Reifen und Felgen müssen auf jeden Fall von der Größe und anderen Spezifikationen her für Ihr Fahrzeug geeignet sein. Darüber hinaus musst Du auch beachten, dass nicht alle Reifen oder Felgen, die für Dein Auto geeignet sind, auch gleich auf dem Fahrzeug montiert und gefahren werden dürfen. Wichtig ist, was in den Papieren des Fahrzeugs eingetragen ist.

Wie lässt sich nun raus finden, welche Reifen und Felgen Du auf Deinem Auto anbringen und vor allem fahren darfst? Dazu hilft ein Blick in den Fahrzeugschein, denn hier ist alles wichtige und das, was für Dein Fahrzeug erlaubt ist, eingetragen.

An den Stellen 20 bis 23 sind die relevanten Informationen zu den erlaubten Reifengrößen eingetragen. Beispielsweise kann hier folgendes stehen: 205/50 R15 86V. Hier steht die 205 für die Reifenbreite in mm, in diesem Fall also 205 mm. Die Zahl nach dem Schrägstrich gibt das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifens an, dies wird in Prozent angegeben. In diesem Fall liegt das Höhen-Breiten-Verhältnis also bei 50 %. Der Buchstabe nach der Angabe zum Höhen-Breiten-Verhältnis steht für die Bauweise des Reifens. R steht hier für Radialreifen. Die Zahl hinter dem Buchstaben bezeichnet die Felgengröße, angegeben in Zoll. Eine 15 meint dementsprechend eine 15 Zoll Felge. Die darauf folgende Zahl steht für den Lastenindex. Diese Angabe ist vor allem wichtig bei LKW und Transportern. Der dahinter stehende Buchstabe gibt den Geschwindigkeitsindex an. Bei einem V liegt dieser beispielsweise bei 240 km/h. In der Zeile 33 des Fahrzeugscheins können noch weitere erlaubte Reifen- und Felgenkombinationen eingetragen werden oder bereits sein.

Bitte beachten, dass Teile, die am Fahrzeug angebracht sind, die eine Eintragung verlangen, aber nicht im Fahrzeugschein eingetragen sind, unter Umständen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und des Versicherungsschutzes führen können. Achte daher unbedingt darauf, die entsprechenden aktuellen Gutachten und Eintragungen zu haben. Viele Reifenanbieter bieten entsprechende Gutachten und Eintragungen beim Reifenkauf mit an, gerne informieren wir Dich ausführlich darüber.

Gleiche Reifen auf einer Achse

Was ist, wenn ein Reifen beschädigt wird und ausgewechselt werden muss? Ist es sinnvoll auch den anderen Reifen, der an der gleichen Achse hängt, mit zu wechseln?

In Sachen Sicherheit ist es auf jeden Fall angeraten, auch den nicht beschädigten Reifen gleich mit auszutauschen. Denn ansonsten hast Du auf einer Achse zwei unterschiedlich alte und dementsprechend mit ungleichem Profil ausgestattete Reifen. Die Folge ist eine Verschlechterung des Fahrverhaltens. Insbesondere in Kurven und auf nasser Fahrbahn wirst Du merken, dass der Wagen nicht mehr so gut zu händeln ist.

Außerdem ist es angebracht, auf jeden Fall auf einer Achse Reifen vom gleichen Typ zu fahren. Es ist zwar nicht verboten, mit unterschiedlichen Reifentypen unterwegs zu sein, aber für das eben angesprochene Fahrverhalten durchaus von Vorteil.

Achtung: Verboten ist es, auf Reifen unterschiedlicher Größe auf einer Achse zu fahren. Gleiches gilt für die Mischung von Radial- und Diagonalreifen.

Mischbereifung auf zwei Achsen

Mischbereifung auf zwei Achsen bedeutet in aller Regel: Es werden auf der Vorderachse kleinere Räder bzw. Reifen gefahren als auf der Hinterachse. Man spricht in der Tuningszene hierbei auch von „Staggered Wheels“. Das englische „Staggered“ heißt übersetzt so viel wie „abgestuft“ oder „versetzt“. „Wheels“ bedeutet Räder.

Es handelt sich also um unterschiedlich abgestufte Räder. Das bedeutet, dass auf der Vorderachse und der Hinterachse Räder mit einem unterschiedlichen Durchmesser montiert werden. Respektive dass vorne eine kleinerer Durchmesser gefahren wird als hinten. Beispielsweise können auf der Vorderachse Felgen mit einem Durchmesser von 16 Zoll angebracht werden, während hinten Felgen mit einem Durchmesser von 17 Zoll montiert wurden. Grundsätzlich ist das nicht verboten.

Dazu ist allerdings nicht jede Reifen- und Felgenkombinationen geeignet. Außerdem ist für die Montage von Mischbereifung auf zwei Achsen ein entsprechendes TÜV-Gutachten notwendig. Teilweise sind solche Gutachten nicht verfügbar, dann besteht u. U. die Möglichkeit, das Ganze per Einzelabnahme eintragen zu lassen. Die Kosten hierfür sind allerdings meist recht heftig.

Wenn Du Interesse an einer Mischbereifung hast und diese auf Deinem Auto fahren möchtest, können wir Dich gerne beraten und Dich darüber informieren, welche Reifen- und Felgenkombinationen möglich sind und wie sich diese auch vom TÜV eintragen lassen.

Fazit

Mischbereifung kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein, etwa dann, wenn nur zwei Reifen an Deinem Wagen abgefahren sind und die anderen noch gut und gerne eine Saison halten. Oder dann, wenn Du eine besonders schöne Optik erreichen willst. Unterschiedlich abgefahrene Reifen oder gar Reifengrößen an einer Achse gehen jedoch gar nicht und sind auch gesetzlich verboten.


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