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Richtiger Reifendruck - Wichtige Infos im Überblick

 

Richtiger Reifendruck - Wichtige Infos im Überblick

Ohne den richtigen Luftdruck in den Reifen Deines Fahrzeugs bist Du nicht sicher auf der Straße unterwegs. Aus diesem Grund ist es so wichtig, den Luftdruck regelmäßig zu prüfen und - wenn nötig - anzupassen. Alles, was Du sonst noch zum Luftdruck bzw. zur Reifendrucktabelle wissen musst, erfährst Du in diesem Artikel.

Inhalt:

  1. Was ist der Kaltfülldruck?
  2. Warum ist falscher Reifendruck so gefährlich?
  3. Wie und wann den Reifendruck prüfen?
  4. Fazit: Richtiger Reifendruck / Luftdruck

Was ist der Kaltfülldruck?

Zunächst einmal gilt: Die Angaben zum Reifendruck seitens des Hersteller betreffen immer den sogenannten Kaltfülldruck. Der Kaltfülldruck ist der Luftdruck vor dem Fahren und dem Aufwärmen der Reifen. Der empfohlene Kaltfülldruck ist in der Betriebsanleitung und auf dem Plakat (oder Aufkleber) angegeben, das an der Türkante, der Säule, der Handschuhfachklappe oder der Tankklappe Deines Fahrzeugs angebracht ist. Studien zeigen: 40 % der Personenkraftwagen haben mindestens einen Reifen mit einem zu geringen Fülldruck.

Warum ist falscher Reifendruck so gefährlich?

„Der Reifen deines Wagens sieht ein wenig platt aus“, hat bestimmt jeder von uns schon einmal zu hören bekommen. Soweit solltest Du es aber nicht kommen lassen. Und auch wenn die regelmäßige Kontrolle des Luftdrucks nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen zählt, sichert sie Dich vor diversen Problemen ab. Zu niedriger Luftdruck verbraucht mehr Benzin bzw. Diesel, verschlechtert das Fahrverhalten und führt im schlimmsten Fall zu einem Reifenplatzer. Der ADAC warnt deshalb vor folgenden Punkten:

  • Weniger Sicherheit beim Fahren! Ein Versuch des ADAC zeigt es deutlich. Wird der vorgeschriebene Luftdruck um 0,5 Bar unterschritten, spürt dies der Fahrer anhand der Fahreigenschaften seines Autos. Die Spur kann nicht mehr so leicht gehalten werden, und in Kurven wird es besonders gefährlich. Der verlängerte Bremsweg erhöht zudem das Unfallrisiko.
  • Weniger Grip! Zu wenig Luft belastet, je nach Kurvenrichtung, ein Vorderrad besonders stark. Noch schlimmer wird das Gefühl bei nasser Fahrbahn. Die Haftung zum Boden kann schlagartig wegfallen. Im Beispiel mit 0,5 Bar weniger Luftdruck werden schon 20 Prozent der Kräfte nicht mehr übertragen. Je stärker der Luftdruck von den Vorgaben abweicht, desto extremer und gefährlicher wird die Situation. Im Test driftete das Auto aus der Kurve, und beim Spurwechsel geriet das Fahrzeug ins Schleudern. Fahrzeuge mit ESP haben anfangs einen leichten Vorteil, aber dieser gibt schnell nach. Je voller das Auto beladen ist, desto weniger Seitenkräfte halten es auf der angedachten Spur.
  • Einen längeren Bremsweg! Luftschwache Reifen, besonders Vorderräder, neigen zu einem verlängerten Bremsweg. In der Praxis fand der ADAC heraus, dass auf nasser Fahrbahn 10 % Unterschied entstehen. Bei einer Vollbremsung von 100 auf 0 bedeutet dies etwa 4,5 Meter mehr. Bei einer Gefahrenbremsung hast Du für gewöhnlich keine 50 Meter und mehr Spielraum. Jeder Meter, der durch einen verlängerten Bremswirkung entsteht, führt zu einem größeren Schaden an Personen und Material. Außerdem kann ABS bei unterschiedlichem Luftdruck nicht so gut eingreifen.
  • Weniger Geld in der Brieftasche. Aus den Tests des ADAC hat sich ergeben, dass Reifen mit zu wenig Luftdruck einen höheren Rollwiderstand erzeugen. Auf 100 km kann das einen Mehrverbrauch von durchschnittlich 0,3 Liter bedeuten. In Anbetracht der immer weiter steigenden Kraftstoffpreise solltest Du Dir die regelmäßige Kontrolle überlegen, denn die Luft kostet nichts.

Wie und wann den Reifendruck überprüfen?

Wenn man sich überlegt, welch enorme Kräfte auf die Reifen unserer Autos wirken, kann man sich gut vorstellen, dass sie so einiges aushalten müssen. Ein optimaler Reifendruck ist daher wichtig und die regelmäßige Überprüfung des Drucks trägt zu Deiner eigenen Sicherheit bei. Zu wenig Luftdruck auf den Reifen ist genauso schlecht wie zu viel.

Infografik richtiger, hoher und niedriger Reifendruck

Zu geringer Luftdruck:

  • Die Reifen werden falsch beansprucht und damit besonders an den Schultern vorzeitig abgenutzt
  • Reifen können überhitzen, ein Reifenplatzer droht
  • Auf nasser Fahrbahn längerer Bremsweg, verändertes Fahrverhalten
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch

Zu hoher Luftdruck:

  • Die Lauffläche wird aufgewölbt, die Bodenhaftung verringert sich
  • Der Reifen verschleißt besonders in der Mitte schneller
  • Bei Unebenheiten der Fahrbahn schlechte Dämpfung

Tipp: Vergesse nicht, die Dichtungskappe wieder auf das Ventil zu setzen, wenn Du den Reifendruck geprüft hast. Beim Reifenwechsel unbedingt neue Ventile benutzen!

Reifendruck prüfen

Prüfe den Druck möglichst immer am kalten Reifen, das heißt, fahre maximal drei Kilometer mit dem Wagen vor der Prüfung. Geht es nicht anders und Du musst am warmen Reifen messen, dann füge 0,3 bar zum empfohlenen Luftdruck hinzu.

Expertentipp: Je niedriger die Temperatur ist, desto geringer der Reifendruck. Daher solltest Du im Winter dem empfohlenem Reifendruck noch 0,2 bar hinzufügen.

Wie oft den Druck überprüfen?

In der Regel solltest Du den Reifendruck einmal monatlich prüfen. Außerdem vor langen Reisen oder nach einem Reifenwechsel. Vergesse beim Überprüfen den Ersatzreifen nicht, damit dieser notfalls einsatzbereit ist. Beachte dabei, dass der Druck bei einem Notrad deutlich höher sein muss als bei einem herkömmlichen Ersatzrad mit Fahrbereifung.

Fazit Richtiger Reifendruck / Luftdruck

Der richtige Reifendruck beeinflusst sehr viele Faktoren, vor allem aber die Fahrsicherheit. Auch wenn es übertrieben klingen mag, der ADAC empfiehlt eine Kontrolle des Reifendrucks alle 14 Tage. Wird ein Auto oftmals schwer beladen, kann der hohe Druck die Luft schneller entweichen lassen. Entsprechende Überwachungssysteme sind seit 2014 vorgeschrieben. Ist Dein Auto älter, solltest Du das empfohlene Prüfintervall unbedingt einhalten - Deiner eigenen Sicherheit zuliebe.


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