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Riss im Reifen: Wie gefährlich ist das?

 

Riss im Reifen: Wie gefährlich ist das?

Risse im Reifen können unterschiedliche Ursachen haben und mehr oder weniger gefährlich sein. Du solltest mit einem solchen Riss jedoch keinesfalls weiterfahren. Da Risse auch in auf den ersten Blick nicht sichtbaren Bereichen auftreten können (z. B. an den innenliegenden Flanken der Reifen), ist es wichtig, die Reifen in regelmäßigen Abständen zu untersuchen.

Alles was Du über das Thema „Riss im Reifen“ wissen musst, erfährst Du in diesen Ratgeber.

Inhalt:

  1. Wodurch entsteht ein Riss im Reifen?
  2. Risse in den Reifen erkennen
  3. Was tun bei einem Riss im Reifen?
  4. Fazit

Wodurch entsteht ein Riss im Reifen?

Risse in Reifen können durch verschiedene Einflüsse entstehen. Die wichtigsten stellen wir im Folgenden vor:

Risse durch Alterung

Überaltert ein Reifen, verflüchtigen sich die Weichmacher im Gummi und es kann zu den sogenannten Altersrissen kommen. Achte daher darauf, die Reifen an Deinem Fahrzeug nach spätestens sechs Jahren auszutauschen.

Risse durch Fremdkörper

Auch durch Fremdkörper wie scharfkantige Metallteile etc. können Risse im Reifen entstehen. In der Regel sind solche Risse aber kaum zu reparieren, so dass der beschädigte Reifen direkt ausgetauscht werden muss.

Riss im Reifen durch Bordsteinparken

Jeder Autofahrer kennt diese Situation: Man ist in der Großstadt auf der Suche nach einem Parkplatz. Das wird oft zu einer langwierigen Suche. Hat man dann endlich eine kleine Parklücke am Straßenrand gefunden, so muss man seine Einparkkünste unter Beweis stellen. Viele Autofahrer achten beim Einparken mehr darauf, wie sie überhaupt in die Lücke kommen. Die Autoreifen können bei solchen Manövern schon mal ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Du solltest auf jeden Fall nicht mit zuviel Schwung gegen den Bordstein fahren. Durch den Aufprall an der Bordsteinkante kann der Autoreifen, meist die Karkasse im Inneren des Reifens, durch Risse ernsthaft beschädigt werden. Das Gefährliche daran ist, dass solche Risse meist gar nicht bemerkt werden. So kann sich der Riss noch weiter ausbreiten und der Reifen im ungünstigsten Fall irgendwann platzen.

Risse im Reifen - 3 Gründe!

Risse in den Reifen erkennen

Früher war es völlig normal, während dem Tanken direkt noch den Reifenluftdruck zu kontrollieren. Immer darauf bedachtet, eventuelle „Platte“ frühzeitig zu erkennen und verhindern zu können. Doch Reifenhersteller versprechen heute Langlebigkeit, so dass die meisten Autofahrer den Luftdruck kaum noch kontrollieren.

Genau das solltest Du aber tun. Denn ein Riss im Reifen zeichnet sich meist durch einen - mehr oder weniger schleichenden - Luftverlust ab. Kontrolliere also regelmäßig den Luftdruck der Reifen an Deinem Fahrzeug, am besten bei jedem Tanken.

Zusätzlich zur Prüfung des Luftdrucks solltest Du die Reifen ebenfalls regelmäßig einer Sichtkontrolle unterziehen. Schaue Dir sowohl die Laufflächen als auch Innen- und Außenflanken aller Reifen genau an und achte auf Fremdkörper, Beulen und andere Anzeichen eines Defektes.

Was tun bei einem Riss im Reifen?

Je nach Größe und Art eines Risses im Reifen kannst Du Verschiedenes tun. Was genau, erfährst Du in den folgenden Abschnitten.

Der Reifenwechsel

Bei einem größeren Riss im Reifen hilft nur ein Reifenwechsel. In den meisten Autos gibt es im Kofferraum eine Aussparung in der ein Ersatzreifen aufbewahrt werden kann. Meist muss zum Herausnehmen die Verkleidung des Bodens entfernt werden. Hier sollte neben dem Ersatzrad auch das notwendige Werkzeug gelagert werden. Wer sich also zutraut, den Reifen selbstständig wechseln zu können, der sollte wie folgt vorgehen:

Steht das Auto eben, ziehe die Handbremse an und lege einen Gang ein. Dann musst Du mit einem Radkreuz die Bolzen kreuzweise lösen. Dazu benötigst Du neben dem entsprechenden Werkzeug auch eine Menge Kraft. Notfalls kannst Du Dich auch auf das Radkreuz stellen, um die Bolzen zu lockern. Achtung: Noch werden die Schrauben nicht vollständig gelöst!

Zunächst kommt der Wagenheber zum Einsatz - hier unbedingt die Bedienungsanleitung beachten und den Heber an der richtigen Stelle positionieren. Hebe dann den Wagen so weit hoch, dass das Rad gerade so in der Luft schwebt. Nun kannst Du die Schrauben vollständig lösen. Dabei sollte die oberste Schraube zuletzt gelöst werden, damit sie das Rad bis dahin hält.

Nun kannst Du das Ersatzrad montieren. Achte dabei auf die richtige Laufrichtung. Die Schrauben werden zunächst in der Luft eingedreht. Nach dem Absenken des Autos auf den Untergrund (Reifen sollte gerade so aufliegen) ziehst Du die Bolzen mit einem Drehmomentschlüssel fest. Die Schrauben müssen festsitzen, dürfen aber auch nicht zu fest angezogen werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie abreißen. Fahre anschließend auf direktem Wege nach Hause und besser noch in die Werkstatt - der Ersatzreifen ist nicht für eine längere Dauer gedacht, sondern dient lediglich als Notfallhilfe.

Alternative: Reifendichtmittel und Pannensets anstatt Ersatzrad

Da immer mehr Autofahrer keine großen Befürchtungen bezüglich einer Reifenpanne haben, verzichten sie auf das Ersatzrad im Auto und setzen stattdessen auf Reifendichmittel oder sogenannte Pannensets. Diese brauchen nur wenig Stauraum und versprechen eine einfache Handhabung. Sie sind aber in jedem Fall nur eine Lösung bei kleineren Rissen von wenigen Millimetern. Dann sind sie aber die bequemere Lösung als der komplizierte Reifenwechsel.

Reifendichtmittel

Bei diesen Sprays ist kein Kompressor enthalten. Sie werden mittels Schlauch auf das Ventil des Rad aufgesetzt und so das Dichtmittel in den Reifen eingeführt. Das Dichtmittel ist flüssig und meist aus Latex, manche sind auch auf Faserbasis. Durch den Druck in der Dichtmittelflasche wird die Flüssigkeit in den Reifen gepumpt - Du musst keine zusätzliche Kraft aufwenden. Der Reifendruck soll so ebenfalls wieder hergestellt werden. Nach dem Einfüllen musst Du das Auto umgehend bewegen, damit das Mittel sich komplett im Reifen verteilen kann. Es verklebt so die Einstichstelle. Problem der Sprays ist es, dass sie den Druck in größeren Reifen nicht mehr ausreichend herstellen können. Sie sind nur eine Notfalllösung bei kleinen Rädern.

Pannensets

Die Alternative sind die sogenannten Pannensets. Das sind ebenfalls flüssige Dichtmittel, die allerdings mit einem 12 Volt-Kompressor ausgestattet sind. Auch sie dienen nur dazu, kleinere Einstichstellen und Risse kurzfristig zu kitten.

Hast Du Dir einen Nagel oder eine Scherbe in den Reifen gefahren, dann entferne diese zunächst vorsichtig. Dann kommt der Kompressor zum Einsatz, der den Reifen wieder vollständig aufpumpt. Bei manchen Pannensets wird das Dichtmittel gleichzeitig zugeführt, bei anderen musst Du es selbst über das Ventil in den Reifen einführen. Damit kannst Du dann die nächste Werkstatt oder die heimische Garage anfahren. Allerdings wird auch hier der Reifen innen so stark verschmutzt, dass eine professionelle Reparatur des Reifens nicht mehr möglich ist.

Expertentipp: Beschädigte Reifen reparieren lassen

Bei kleineren Rissen im Reifen kannst Du über eine fachmännischen Reparatur nachdenken. Dabei wird in einer Werkstatt mittels eines faserbasierten Füllbandes die beschädigte Stelle wieder verschlossen. Das Rad wird dafür vollständig vom Auto abmontiert und anschließend, wenn notwendig, auch ausgewuchtet. So ist das Rad auch hinterher wieder voll funktionstüchtig und kann bedenkenlos genutzt werden.

Fazit

Risse darf man als Autofahrer nicht ignorieren, denn es sind sicherheitsrelevante Mängel. Findest Du einen Riss in der Reifenoberfläche, solltest Du Deinen Reifenhändler oder eine Werkstatt aufsuchen, der die Reifen fachmännisch überprüft. Es empfiehlt sich aber, aus Gründen der Sicherheit, Deine Reifen zu tauschen.


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