Profiltiefe von Winterreifen

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Profiltiefe von Winterreifen: Alles, was Du über sichere Winterreifen und deren Handhabung wissen musst!

Profiltiefe von Winterreifen: Alles, was Du über sichere Winterreifen und deren Handhabung wissen musst!

Wusstest Du, dass ein handelsüblicher PKW-Reifen eine Verbindung zum Straßenbelag besitzt, deren Größe gerade mal einem DIN-A4-Blatt entspricht? Es ist tatsächlich so! Auf dieser kleinen Fläche (in der Fachsprache „Aufstandsfläche“ genannt) müssen alle Beschleunigungs- und Seitenkräfte zwischen Fahrzeug und Straße übertragen werden. Daran wird deutlich, wie wichtig es ist, den richtigen und zur Jahreszeit passenden Reifen zu wählen.

In diesem Ratgeber möchten wir Dir praktische Hilfestellungen zum Thema Profiltiefe von Winterreifen, zur Auswahl des Winterreifens und zum richtigen Umgang mit diesem geben. Du erfährst alles über die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen, die Kennzeichnungen und den richtigen Betriebszustand. Damit Du auch bei widrigen Straßenverhältnissen stets sicher fährst!

Inhaltsverzeichnis:
  1. Wie müssen sichere Winterreifen aussehen?
  2. Gesetzliche Bestimmungen für Winterreifen
  3. Bußgelder bei Nichtbeachtung
  4. Winterreifen: Wie lange fahren?
  5. Wie verhalten sich abgefahrene Reifen bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen?
  6. Praxisteil: Anleitung zum Messen der Profiltiefe
  7. Der richtige Luftdruck
  8. Kennzeichnungen & Aufschriften bei Winterreifen
  9. Checkliste: Gute Winterreifen erkennen

Wie müssen sichere Winterreifen aussehen?

Reifen ist nicht gleich Reifen. Kein Reifen kann, die sich über das Jahr immer wieder ändernden Wetter- und Straßenverhältnisse gleich gut bewältigen. Deshalb sollte für die beiden Hauptjahreszeiten (Sommer & Winter) jeweils ein genau darauf abgestimmter Reifen zum Einsatz kommen. An dieser Stelle wollen wir uns mit dem Winterreifen beschäftigen. Woran kann man einen qualitativ hochwertigen Winterreifen erkennen und welche Merkmale können beim Kauf direkt vor Ort bzw. im Internet überprüft werden? Diese und viele weitere Fragen werden im folgenden Abschnitt beantwortet.

Merkmale von Winterreifen

Obwohl es in Deutschland immer noch keine eindeutige Definition gibt, was einen Winterreifen kennzeichnet, wurden seitens der Industrie und Fachpresse Merkmale festgelegt, an denen man sich als Verbraucher orientieren kann. Hier die wichtigsten:

Das Schneeflockensymbol

Zur direkt wahrnehmbaren optischen Kennzeichnung tragen Winterreifen ein Schneeflockensymbol (auch „Alpine-Symbol“ genannt). Dieses verdeutlicht, dass der Winterreifen eine standardisierte Prüfung durchlaufen hat, die einen Vergleich mit einem standardisierten Reifen beinhaltet. Erzielt der zu prüfende Reifen um mindestens sieben Prozent bessere Traktionswerte auf Eis und Schnee, erhält er das Schneeflockensymbol.

Winterreifen: M+S-Kennzeichnung

Die Kennzeichnung M+S steht für „Matsch und Schnee“, bzw. im Englischen für „Mud and Snow“. Folglich wird damit oft die Annahme verbunden, dass es sich hierbei um einen Winterreifen handelt. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Da „M+S“ keine geschützte Bezeichnung ist, darf sie grundsätzlich jeder Hersteller an seinen Reifen anbringen. Daher wird sie teilweise auch auf Ganzjahresreifen verwendet. Es müssen also weitere Hinweise hinzukommen, um einen Winterreifen eindeutig zu identifizieren.

Profiltiefe von Winterreifen: Die korrekten Werte

Die gesetzlich geforderte Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 mm (siehe dazu nächsten Abschnitt). Experten raten jedoch davon ab, Winterreifen derart stark abzufahren. Bereits beim Unterschreiten einer Profiltiefe von vier Millimetern kann der Winterreifen seine Wintertauglichkeit teilweise oder sogar ganz verlieren, da die Lamellen zum Vergrößern der Griffkanten des Reifens nicht mehr (vollständig) vorhanden sind. Dadurch verliert der Winterreifen ein wesentliches Merkmal: seinen Grip. Da zudem das Gummigemisch je nach Profiltiefe des Winterreifens anders zusammengesetzt ist, weist der Reifen deutlich schlechtere Winter- und Nässeeigenschaften auf.

Lamellen für besseren Grip

Bei den sogenannten Lamellen handelt es sich um kleine wellenförmige Einschnitte im Profil des Winterreifens. Durch sie kommt es zu einem Verzahnungseffekt zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche. Ein Winterreifen kann bis zu 2.000 dieser Lamellen aufweisen und lässt sich damit bereits auf den ersten Blick von einem Sommerreifen unterscheiden. Letzterer besitzt entweder keine oder nur sehr wenige Einschnitte in den Profilklötzen. Die Lamellen sind speziell dafür konzipiert, eine Erhöhung der Kantenlänge des Profils zu bewirken und so für einen besseren Grip auf der Fahrbahnoberfläche zu sorgen.

Spezielle Laufflächenmischung bei Winterreifen

Ein weiteres Merkmal von Winterreifen ist die spezielle Laufflächengummimischung. Die Lauffläche weist also eine andere Gummimischung auf als der Rest des Reifens, z. B. die Karkasse. So wird verhindert, dass die Gummimischung bei tieferen Temperaturen verhärtet und der Reifen seinen Grip verliert. Für den Laien ist es allerdings kaum möglich, die Gummimischung selbst zu prüfen.

Gesetzliche Bestimmungen für Winterreifen

Gibt es eine Winterreifenpflicht? Was ist die Winterreifenverordnung? Welche Richtlinien und Gesetze musst Du als Autofahrer im Winter beachten? Was kann Dir bei Missachtung passieren? Diese und viele weitere Fragen können nur wenige Autofahrer beantworten. Das wollen wir mit den folgenden Absätzen ändern.

Winterreifenpflicht: Die aktuelle Rechtslage

Grundsätzlich: Es gibt in Deutschland eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Sie stellt genau genommen jedoch keine tatsächliche Pflicht dar, sondern ist ein Teil der verschärften Bußgeldverordnung innerhalb der Straßenverkehrsordnung (StVO §1). Hier steht, dass sich Autofahrer so verhalten müssen, dass sie niemanden gefährden. Neben dieser Bußgeldverordnung besteht eine Winterreifenverordnung (§2 Abs. 3a StVO), laut der das Fahrzeug und die Bereifung den Winterverhältnissen anzupassen ist. Diese Verhaltensvorschrift beinhaltet jedoch keineswegs eine Winterreifenpflicht.

Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat die zu vage formulierten Vorschriften in der StVO zur Winterbereifung bereits mehrfach kritisiert. Aus diesen Formulierungen lasse sich nicht eindeutig erkennen, wann eine Ordnungswidrigkeit bestünde und wann nicht. Bußgelder wegen fehlender Winterreifen seien sogar verfassungswidrig, wie vom OLG Oldenburg entschieden wurde. Die besagte Formulierung „geeignete Bereifung“ in der StVO sei zu ungenau. Wenn Sommerreifen im Winter verboten sein würden, müsste der Gesetzgeber deutlich definieren, wann welche Reifenart verwendet werden muss.

Allerdings können Versicherungen Autofahrern im Falle eines Unfalls mit Sommerreifen wegen vereister Fahrbahn eine Teilschuld geben. Zusätzlich ist eine Geldstrafe fällig, wenn die Bereifung nicht an die Wetterverhältnisse angepasst ist. Kommt zusätzlich eine Verkehrsbehinderung wie beispielsweise ein Unfall hinzu, kann sich die Strafe erhöhen und einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei beinhalten.

Auf die Kritik zur ungenauen Definition von Winterreifen reagierte der Gesetzgeber wie folgt: Seit dem 1. Januar 2018 müssen neu produzierte Winterreifen auf der Flanke das Schneeflocken- bzw. Alpine-Symbol tragen, wenn sie offiziell wintertauglich sind. Winterreifen ohne dieses Symbol, die vor dem 1. Januar 2018 produziert wurden, dürfen in einer Übergangsfrist bis zum 30. September 2024 noch verkauft werden.

Weitere gesetzliche Vorschriften zur generellen Beschaffenheit von Reifen

Über die genannte situative Winterreifenpflicht hinaus gibt es in Deutschland weitere gesetzliche Vorschriften zur Beschaffenheit von Reifen, die damit natürlich auch für Winterreifen gelten. Diese sind:

Reifendimensionen

In den Fahrzeugpapieren unter den Ziffern 20 - 23 und evtl. unter Ziffer 33 sind die erlaubten Reifendimensionen für das Fahrzeug angeführt. Abweichungen der Reifendimensionen sind grundsätzlich nicht erlaubt, sofern diese nicht zusätzlich in die Fahrzeugpapiere eingetragen wurden.

Mischbereifung

Es darf jeweils nur eine Reifenbauart verwendet werden, d. h. entweder Diagonalreifen oder Radialreifen. Die sogenannte Mischbereifung, bei der sowohl Diagonalreifen als auch Radialreifen verwendet werden, ist laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO §36 Abs. 2a) verboten. Bei Missachtung dieses Gesetzes sind bis zu 30 Euro Bußgeld zu zahlen. Ebenfalls ist das Verwenden unterschiedlicher Reifentypen (Sommerreifen und Winterreifen) keinesfalls zu empfehlen (aber nicht explizit verboten), da es die Fahrsicherheit im höchsten Maße beeinträchtigt. Aus fahrdynamischen Gründen werden oft unterschiedliche Reifendimensionen bei sportlichen Fahrzeugen verwendet. Diese Kombination ist aber nur zulässig bei entsprechender Eintragung in den Fahrzeugpapieren. In Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei einer Reifenpanne, ist das „Mischen“ der Bereifung für einen sehr kurzen Zeitraum erlaubt.

Reifenalter

Zwar gibt es zum Alter von Reifen keine gesetzlichen Bestimmungen, allerdings werden zwei Jahre alte Reifen nicht mehr als Neureifen bezeichnet. Der ADAC empfiehlt Winterreifen nur bis zu einem Alter von zehn Jahren zu verwenden. Ausnahmen stellen Reifen auf Anhängern mit der Sondergenehmigung „Tempo 100“ dar, die nur maximal sechs Jahre lang verwendet werden dürfen.

Profiltiefe

Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von Winterreifen (und für alle anderen Reifen) beträgt mindestens 1,6 mm. (StVZO §36 Abs. 2), jedoch empfiehlt der ADAC aus Sicherheitsgründen besonders für Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm, damit die Lamellen noch die richtige Stärke und den entscheidenden Grip besitzen.

Bußgelder bei Nichtbeachtung

Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorschriften bezüglich Winterreifen und Reifen generell drohen sowohl Bußgelder als auch Punkte in Flensburg. Hier eine Übersicht:

  • Wer die gesetzlichen Auflagen bzgl. Ausrüsten des Fahrzeugs mit Winterreifen nicht beachtet, dem drohen der Eintrag eines Punktes ins Verkehrsregister in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. Ergibt sich zusätzlich eine Behinderung des Verkehrs, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro. Bei Gefährdung und/oder Unfallfolge kann das Bußgeld nochmals auf 100 bzw. 120 Euro erhöht werden.
  • Wird die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für (Winter)Reifen unterschritten, drohen ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei. Ergibt sich eine zusätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs, erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro, bei einem Unfall auf 90 Euro.
  • Im Fall der unterschrittenen Mindestprofiltiefe kann außerdem gegen den Halter, der die Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs angeordnet hat, ein Bußgeld von 75 Euro plus einen Punkt ins Flensburg verhängt werden.

Winterreifen: Wie lange fahren?

Hinsichtlich der Empfehlung, wie lange die Winterreifen in der Saison auf dem Fahrzeug verbleiben sollten, gibt es unterschiedliche Ausführungen. Oft kommt die sogenannte „O-O-Regel“ zur Anwendung. Sie besagt, dass man Winterreifen grundsätzlich von Oktober bis Ostern fahren sollte. Eine zweite Regel ist die 7-Grad-Empfehlung. Laut dieser haben Winterreifen bei Temperaturen unter 7 °C bessere Eigenschaften als Sommerreifen.

Aus heutiger Sicht unabhängiger Fachleute sind diese Empfehlungen jedoch stark zu relativieren. Auch bei Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunkts können Sommerreifen auf nasser und auf trockener Fahrbahn deutlich kürzere Bremswege erzielen als vergleichbare Winterreifen. Die Beschaffenheit der Straße (insbesondere bei Schneefall) hat einen erheblich größeren Einfluss darauf, ob ein Wechsel angebracht wäre, als die Temperatur allein.

Findige Autofahrer richten sich daher nach dem Wetterbericht. Sind Schnee und Eis bis in die Niederungen angesagt, wird es höchste Zeit, auf die Winterreifen zu wechseln. Eine Hürde könnte hier lediglich die Werkstatt darstellen - oft bekommt der Kunde nicht direkt einen Termin.

Winterreifen vs. Ganzjahresreifen

Warum unterscheidet man Ganzjahres-, Sommer- und Winterreifen? Ist Reifen nicht gleich Reifen? Viele Autofahrer halten das Wechseln von Sommer- zu Winterreifen für unnötige Geldverschwendung. Allerdings denken sie nicht daran, dass ein rechtzeitiges Wechseln der Bereifung hilft, Unfälle zu vermeiden.

Ganzjahresreifen sind eher als Kompromiss zu Sommer- und Winterreifen zu verstehen. Du ersparst dir zwar den Kauf zweier Reifensätze und den lästigen Wechsel zum Wetterumschwung, jedoch besitzen diese Reifen keine optimalen Eigenschaften für die jeweilige Jahreszeit. Die Beschaffenheit des Materials ist härter als bei Winterreifen und weicher als bei Sommerreifen. Dies beeinflusst die Abnutzungserscheinungen je nach Jahreszeit sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Daher empfehlen sich Ganzjahresreifen lediglich für Fahrzeuge mit geringer Jahreskilometerleistung (unter 10.000 km) und für Bewohner von Gebieten, in denen nur selten winterliche Bedingungen vorherrschen.

Wie verhalten sich abgefahrene Reifen bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen?

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man keinesfalls warten, bis die erlaubte Mindestprofiltiefe von nur noch 1,6 mm messbar ist. Gerade bei der Profiltiefe von Winterreifen kann es im abgefahrenen Zustand zu lebensgefährlichen Situationen wie Schleudern auf Schnee und Eis oder dem gefürchteten Aquaplaning kommen.

Bereits auf trockenen Straßen verschlechtert sich das Fahrverhalten mit abgefahrenen Reifen ganz erheblich. Der Bremsweg wird überproportional länger, die Richtungs- und Kurvenstabilität nimmt ab. Bei Nässe verschlimmert sich das Ganze. Das Wasser läuft nicht mehr richtig vom Reifen ab, der Wagen schwimmt auf, die Kontrolle über das Fahrzeug geht unweigerlich verloren.

Im Winter bei Schnee und Eis wirken sich abgefahrene Winterreifen ebenfalls drastisch auf das Fahrverhalten und die Fahrsicherheit aus. Der Bremsweg verlängert sich mitunter um das Vielfache, Spur- und Richtungsstabilität sind kaum noch gegeben.

Beispiel zur Profiltiefe von neuen Winterreifen: Auf nasser Fahrbahn reduziert sich der Bremsweg um die Hälfte, sofern man einen neuen Winterreifen mit 9 mm Vollprofil (das übliche Neureifenprofil bei Winterreifen) statt einem Altreifen mit nur 1,6 mm Profil fährt.

Geiz an der falschen Stelle zahlt sich hier nicht also aus. Neue Reifen bürgen mit ihrem Profil für sicheres Fahren, sind kraftstoffsparend und laufen leiser durch die optimale Profilblockanordnung, die das Abrollgeräusch verringert. Generell gilt: Die Sicherheit für den Fahrer und seine Mitfahrer hat immer erste Priorität. Der entsprechende Reifen mit der größtmöglichen Profiltiefe trägt erheblich zu dieser Sicherheit bei.

Praxisteil: Hilfestellungen zum Umgang mit Winterreifen

Im folgenden Praxisteil geben wir wertvolle Hilfestellungen zum Umgang mit Winterreifen im Alltag bzw. direkt am Fahrzeug.

Anleitung zum Messen der Profiltiefe

Die Mindestprofiltiefe für Sommer- und Winterreifen beträgt in Deutschland 1,6 mm. Tatsächlich liegt dieser Wert oft schon viel zu niedrig, da sich die wenigsten Reifen vollkommen gleich abnutzen. Das Profil kann daher an unterschiedlichen Stellen verschiedene Messwerte aufweisen. Du solltest deshalb immer mehrere Messwerte ermitteln, bzw. versuchen an der am stärksten abgefahrenen Stelle des Reifens die Profiltiefe zu messen.

Dafür gibt es spezielle Messinstrumente wie z. B. einen Profiltiefenmesser (bei Reifenhändlern und im Kfz-Zubehörhandel erhältlich) oder die altbekannte Schieblehre. Behelfsmäßig kannst Du aber auch einfach ein 1-Euro-Stück verwenden. Dieses steckst Du vertikal in verschiedene Profilblöcke der Lauffläche. Verschwindet der goldene Rand komplett im Profil, beträgt die Profiltiefe mindestens 3 mm. Machst Du das Gleiche mit einer 2-Euro-Münze, ergibt sich eine Profiltiefe von mindestens 4 mm, sofern der silberne Rand komplett im Profil verschwindet.

Der richtige Luftdruck

Ein wichtiger Bestandteil des Winterreifenchecks sollte die Prüfung des Luftdrucks sein. Hier ist Dein persönlicher Einsatz gefragt! Der Luftdruck muss in regelmäßigen Abständen gemäß der Herstellerempfehlung geprüft werden. Die jeweilige Reifendrucktabelle findet sich bei Deinem Fahrzeug an der Innenseite des Tankdeckels, am Türrahmen, im Handschuhfach oder in der Betriebsanleitung.

Merke: Schon ein minimal abweichender Luftdruck von gerade mal 0,5 bar …

  • beeinflusst das Kurvenverhalten und die Richtungsstabilität Deines Fahrzeugs negativ.
  • verlängert den Bremsweg im Vergleich zu korrekt befüllten Reifen deutlich. Nach den Ergebnissen eines ADAC-Tests kann in diesem Fall das ABS-System nicht richtig arbeiten.
  • führt zu einem Mehrverbrauch an Kraftstoff und ist daher schlecht für die Umwelt und für Deinen Geldbeutel.

Kennzeichnungen & Aufschriften bei Winterreifen

Winterreifen weisen auf ihren Flanken eine Vielzahl verschiedener Kennzeichnungen auf. Hier die wichtigsten Markierungen und Zahlen auf einen Blick:

  • Markenname oder Markenlogo des Reifenherstellers
  • Reifenmodell / Profilbezeichnung
  • Zusammengefasst in einer Bezeichnung: Reifenquerschnittsbreite in mm / Verhältnis Reifenhöhe zu Reifenbreite in % / R = Radialreifen oder D = Diagonalreifen / Felgendurchmesser in Zoll / Kennzahl für die Reifentragfähigkeit / Geschwindigkeits-Index: Beispiel: 205/55 R16 91H
  • Tubeless = Schlauchloser Reifen
  • Herstelldatum des Reifens: XX = Woche, XX = Jahr
  • Abnutzungsanzeiger = Tread Wear Indikator (deutet die Verschleißgrenze in Höhe von 1,6mm an) - markiert durch einen Pfeil
  • Evtl. Zusatzbezeichnung für Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit
  • Evtl. Hinweis auf Wintertauglichkeit (für Winter- und Ganzjahresreifen)

Nicht am falschen Ende sparen

Winterreifen und eine ausreichende Profiltiefe sind sehr wichtig für die Sicherheit in der kalten Jahreszeit und sollten höchste Priorität haben! Wer hier zu viel spart und sich mit abgefahrenen Winterreifen auf die Straße wagt, gefährdet sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Bei uns findest Du Winterkompletträder für die aktuellen Modelle von VW, BMW, Mercedes und Audi, ausgestattet mit Premiumreifen von Herstellern wie Continental, damit Du so sicher wie möglich durch den Winter kommst.

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