Wann Winterreifen kaufen

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Winterräder Ratgeber: Wann muss man neue oder gebrauchte Winterreifen kaufen?

Günstige Winterreifen zum besten Zeitpunkt erwerben

Der Winter ist für viele Autofahrer eine harte Zeit - Eiskratzen und rutschige Straßen gehören wohl zu den größten Unannehmlichkeiten dieser Jahreszeit. Damit Du sicher durch die Saison kommst, ist das Aufziehen von Winterreifen unerlässlich.

Doch wann kauft man am besten Winterreifen? Macht es Sinn, die Winterreifen dann zu erwerben, wenn es alle tun - also im Herbst? Schließlich gibt es da doch das größte Angebot. Oder doch besser antizyklisch kaufen, also beispielsweise im Frühjahr bzw. Sommer?

Diese und einige weitere Fragen rund um das Thema Winterreifen möchten wir Dir in diesem Ratgeber beantworten.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Winterreifen zum günstigsten Preis kaufen - so geht’s!
  2. Die richtige Reifengröße herausfinden
  3. Wie alt dürfen Winterreifen sein?
  4. Die wichtigsten Kennzeichnungen & Symbole auf Winterreifen
  5. Gebrauchte Winterreifen kaufen: Lohnt sich das?
  6. Auf einen Blick: 10 Tipps zum Kauf von Winterreifen

Winterreifen zum günstigsten Preis kaufen - so geht’s!

Wer sich beim Reifenwechsel Zeit lässt bis zum Wintereinbruch mit Schnee, Eis und Glätte, muss eventuell mit Lieferengpässen und langen Wartezeiten in den Werkstätten rechnen, warnt der ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland. Für einzelne Fahrzeugtypen deuten sich meist schon im Spätsommer Lieferschwierigkeiten an. Und es kann mitunter Wochen dauern, bis Du einen Werkstatttermin bekommst.

Hinzu kommt, dass die Preise für Winterreifen entsprechenden saisonalen Schwankungen unterliegen. In der Praxis bedeutet das: Wenn die Nachfrage im Herbst steigt, steigen unweigerlich auch die Preise für Winterreifen. Wenn Du also auf einen möglichst günstigen Preis aus bist, solltest du antizyklisch kaufen - am besten im Frühling oder Sommer.

Darüber hinaus gibt es einige weitere Faktoren, die entscheidend für den Preis eines Winterreifens sind. Hier die wichtigsten:

  • Die Reifen Marke: Auch bei Markenreifen gibt es teilweise große Preisunterschiede, bei absolut gleichwertiger Qualität. Schaue Dir dazu am besten die einschlägigen Tests im Internet und in Fachzeitschriften an und vergleiche die Angebote. Welcher Reifen bietet am meisten für´s Geld?
  • Die Reifengröße: Oft sind für ein Fahrzeug mehrere Reifengrößen zugelassen. Du kannst Geld sparen, indem Du die kleinstmögliche Reifengröße für dein Fahrzeug wählst. Zudem weisen schmalere Reifen insbesondere bei Schnee oft bessere Fahreigenschaften auf als breitere.
  • Der Lieferant: Der Preis hängt sehr stark von der Bezugsquelle ab. So kannst Du im Internet die gleichen Reifen oft sehr viel günstiger kaufen als beim Reifenhändler vor Ort oder in der Markenwerkstatt.

Expertentipp:

Bekannte Reifenhersteller wie Continental, Michelin, Pirelli oder Dunlop vertreiben Reifen auch unter Zweitmarken, die weit weniger bekannt, aber dafür deutlich günstiger sind. So bietet Continental beispielsweise günstige Reifen unter den Labels Barum, Sportiva und Viking an. Hier kannst Du viel Geld sparen!

Die richtige Reifengröße herausfinden

Die passende Reifengröße für Deinen Wagen kannst Du ganz einfach direkt auf dem Reifen ablesen (siehe unten). Allerdings könnten hier auch falsche Reifen montiert sein. Zuverlässiger sind daher die Angaben im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

  • Im alten Fahrzeugschein: Hier findest Du die zugelassenen Reifengrößen in den Feldern 20 bis 23.
  • Im neuen Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I): Hier findest Du unter Punkt 15 die zugelassenen Reifendimensionen. Zusätzlich können unter Punkt 22 Bemerkungen und Ausnahmen (sowie auch Einschränkungen), welche die Reifengröße betreffen, eingetragen sein.

Achtung: Weitere bzw. alternative Reifengrößen für Dein Fahrzeug können in einem CoC-Papier (Certificate of Conformity) aufgeführt sein, das den Fahrzeugpapieren beiliegt.

Wie alt dürfen Winterreifen sein?

Wenn man rein vom rechtlichen Standpunkt ausgeht, haben Reifen kein Ablaufdatum und können somit so lange gefahren werden, bis die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm erreicht ist. Außerdem schreibt der Gesetzgeber vor, dass die Reifen regelmäßig auf eventuelle Schäden untersucht und bei Beschädigungen gewechselt werden müssen.

Ein bekannter Automobilclub hat in einem Spezialreifentest herausgefunden, wie sich Reifen unter verschiedenen Bedingungen verhalten, wenn sie zwischen 2 und 14 Jahren alt sind. Wie zu erwarten, konnten Reifen, die älter als 6 Jahre waren, in keiner der Kategorien wirklich punkten.

Expertentipp:

Richte Dich bezüglich des Alters der Winterreifen nach der 4x3x6-Formel. Sie besagt, dass man 4 gleiche Reifen mit nicht weniger als 3 Millimeter Profil nicht länger als 6 Jahre in Gebrauch haben sollte.

Die wichtigsten Kennzeichnungen & Symbole auf Winterreifen

Wer wissen möchte, wie alt sein Reifen ist, der kann das ganz einfach herausfinden, indem er auf den Code an seinen Reifen schaut. Auf beiden Seitenwänden des Reifens befindet sich ein Kürzel, das aus Buchstaben und Zahlen besteht. Es beginnt mit DOT und dann folgen vier Ziffern. Diese Ziffern geben die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung an. Die Zahlen 3219 bedeuten beispielsweise, dass der Reifen in der 32. Kalenderwoche im Jahr 2019 hergestellt wurde.

Eine weitere wichtige Kennzeichnung auf dem Reifen sieht beispielweise wie folgt aus: 195/65 R 15 91H. Die Zahl 195 bezieht sich auf die Reifenbreite im Querschnitt in Millimetern. Die 65 hinter dem Schrägstrich verrät das Verhältnis von der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent. „R“ bedeutet, dass es sich um Radialreifen handelt - der Buchstabe an dieser Stelle steht immer für die Bauart des Reifens. Möglich wäre auch ein „D“ für Diagonalreifen. Die „15“ dahinter ist die Kennziffer für den Felgendurchmesser in Zoll. Mit „91“ wird die Tragfähigkeit (Lastindex) des Reifens gekennzeichnet. Der letzte Buchstabe ordnet den Reifen den verschiedenen Geschwindigkeitskategorien zu. Er beschreibt also die zugelassene Höchstgeschwindigkeit für die Reifen.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Zusatzkennzeichnungen, wie z. B. das „ECE-Prüfzeichen“ (so bedeutet „E4“ etwa, dass der Reifen nach ECE-Regeln geprüft wurde ). Das „ECE-Prüfzeichen“ bestätigt die Einhaltung der europäischen Norm ECE- R 30 für Pkw-Reifen.

Gebrauchte Winterreifen kaufen: Lohnt sich das?

Wenn die Winterreifen ersetzt werden müssen, kommen für die Neuanschaffung erhebliche Kosten auf den Autofahrer zu. Vielleicht spielst Du deshalb mit dem Gedanken, einen gebrauchten Satz Winterreifen zu erwerben. Achte dabei jedoch unbedingt auf folgende Punkte:

Profiltiefe

Hier gilt: Je mehr, desto besser! Kaufe keine Winterreifen, die weniger als vier Millimeter Profiltiefe aufweisen. Messe bei gebrauchten Reifen die Profiltiefe exakt nach. Da die Laufflächen unregelmäßig abgefahren sein können, solltest Du an verschiedenen Stellen messen.

Beschädigungen

Prüfe jeden einzelnen Reifen auf Beschädigungen in der Lauffläche sowie an den Flanken innen und außen. Dazu gehören Fremdkörper, Ausbeulungen, Risse und Einschnitte usw. Kaufe niemals beschädigte Reifen!

Lagerung

Versuche herauszufinden, ob die Reifen beim Vorbesitzer korrekt gelagert wurden. Merke: Autoreifen sollten immer kühl, trocken und dunkel gelagert werden, am besten hängend an der Wand oder (falls es sich um Kompletträder handelt) auf einem speziellen „Räderbaum“. Sie dürfen außerdem nicht dauerhaft mit Öl oder Benzin in Kontakt kommen. Bei falscher Lagerung können die Reifen eine Unwucht entwickeln, welche die Fahrsicherheit beeinträchtigt.

Auf einen Blick: 10 Tipps zum Kauf von Winterreifen

  1. Kaufe Winterreifen nach Möglichkeit antizyklisch, also nicht im Herbst oder Winter. So kannst Du viel Geld sparen und hast keinen Stress mit Lieferschwierigkeiten.
  2. Beachte die einschlägigen Tests, um die besten Winterreifen für Dein Fahrzeug zu finden.
  3. Vergleiche die Preise bei verschiedenen Bezugsquellen.
  4. Wähle ein Tochterfabrikat eines bekannten Reifenherstellers, wenn Du noch mehr Geld sparen willst.
  5. Achte darauf, die richtige Größe für Dein Fahrzeug zu wählen.
  6. Kaufe keine Gebrauchtreifen, die Beschädigungen aufweisen oder älter als sechs Jahre sind.
  7. Achte darauf, dass die Winterreifen das Schneeflocken-Symbol und die Bezeichnung „M+S“ tragen.
  8. Erneuere Deine Winterreifen, wenn das Profil weniger als 3 mm stark ist.
  9. Lass Deine Winterreifen fachgerecht auswuchten und montieren.
  10. Halte Dich bei der Fahrzeit an die Regel O-O (Oktober bis Ostern).

Ein abschließender Tipp:

Bei uns auf Original-Räder.de erhälst Du Markenfelgen und Kompletträder zum besten Preis inkl. günstigem Versand. So wird Sparen leicht gemacht!

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