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Ab wann kann man mit Sommerreifen fahren?

 

Ab wann kann man mit Sommerreifen fahren?

Wie Du sicher weißt, ist die Verwendung von Sommer- und Winterreifen unbedingt zu empfehlen, wenn Du stets sicher auf der Straße unterwegs sein willst. Wann Du auf die Sommerreifen wechseln solltest und was dabei zu beachten ist, erfährst Du hier.

Inhalt:

  1. Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel auf Sommerreifen
  2. Rechtliche Bestimmungen für die verschiedenen Reifentypen
  3. Sommerreifen vs. Ganzjahresreifen
  4. Räderwechsel selbst machen oder in die Werkstatt?
  5. Anleitung für den Räderwechsel
  6. Reifen richtig einlagern: So geht’s
  7. Fazit: Ab Ostern solltest Du Sommerreifen fahren

Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel auf Sommerreifen

Es gibt viele Meinungen und Vorschläge für den richtigen Zeitpunkt zum Räderwechsel im Frühjahr. Wenn Du es Dir einfach machen willst, dann setzte auf die alte O-O-Regel. Das bedeutet: Die Winterreifen werden von Oktober bis Ostern gefahren. Ergo gilt für die Sommerreifen, dass diese in der Zeit um Ostern aufgezogen werden sollten. Somit bist Du stets auf der sicheren Seite.

Natürlich ist das Aufziehen der Sommerreifen in erster Linie von vorherrschenden Wetter abhängig. Herrscht an Ostern noch eine winterliche Witterung, dann verschiebe den Wechselzeitpunkt etwas nach hinten.

Rechtliche Bestimmungen für die verschiedenen Reifentypen

In Deutschland gibt es seit einigen Jahren die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet: Wenn es die Witterungsverhältnisse erfordern, musst Du mit Winterreifen fahren, ansonsten drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Bezüglich Sommerreifen gibt es diese Pflicht nicht. Du kannst also auch im Sommer mit Winterreifen unterwegs sein, und das ganz legal. Empfehlenswert ist dies allerdings nicht, denn Winterreifen nutzen sich in der warmen Jahreszeit sehr schnell ab und bieten keine optimalen Sicherheitsreserven.

Sommerreifen vs. Ganzjahresreifen

Bei einem Ganzjahresreifen handelt es sich um einen Reifen, der sowohl im Winter als auch im Sommer verwendet werden kann. Es gibt zwar in Deutschland das besagte Gesetz der Winterreifenpflicht, doch sind die Ganzjahresreifen - auch Allwetterreifen genannt - ein Sonderfall. Es ist gesetzlich erlaubt, diese Reifen auch im Winter zu fahren, sofern sie das bekannte Schneeflockensymbol tragen.

Generell sind Ganzjahresreifen für viele Autofahrer interessant, denn sie müssen zum Wechsel der Jahreszeiten nicht getauscht werden. Du verwendest also die gleichen Reifen im Sommer und im Winter. Allerdings sind Ganzjahresreifen grundsätzlich nicht so gut wie Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter. Im Vergleich zu Sommerreifen ist der Abrieb im Sommer deutlich höher, und im Winter haben sie nicht die guten Eigenschaften vom Winterreifen auf Schnee.

Besonders interessant sind Ganzjahresreifen somit für Fahrer, die in Regionen leben, wo die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer nicht sehr hoch sind. Auch für LKW-Fahrer können sich Ganzjahresreifen lohnen, denn hier ist der Wechsel der Reifen sehr aufwendig und daher teuer. Doch Achtung: Es gibt in unterschiedlichen Ländern verschiedene Gesetze bzgl. einer Winterreifenpflicht. Beispielsweise gilt in Österreich für einen LKW mit mehr als 3,5 Tonnen auf der Antriebsachse die Pflicht von Winterreifen bei entsprechenden Witterungsverhältnissen.

Räderwechsel selbst machen oder in die Werkstatt?

Räder wechseln lassen in der Werkstatt kostet mitunter eine Stange Geld. Wenn Du diese Arbeit selbst übernimmst, kommst Du deutlich günstiger weg. Allerdings solltest Du dafür über die nötige Erfahrung verfügen.

Wenn Du bei der Montage der Räder unvorsichtig vorgehst, kannst Du mit dem Werkzeug u. U. die Reifen beschädigen. Dies kann im ungünstigsten Fall zum Platzen des Reifens führen. Außerdem sollten die neu montierten Reifen ausgewuchtet werden, um eine optimale Fahrsicherheit zu gewährleisten. Dies ist nur mit speziellen Maschinen durchzuführen und deshalb zu Hause kaum machbar. Auch das spricht für eine Montage vom Profi.

Anleitung für das Räderwechseln

Es ist in jeder Saison dasselbe: Bist Du zu spät dran, sind die Werkstätten über Wochen ausgebucht. Also entscheidest Du dich doch dazu, die Räder selber zu wechseln. Für den Wechsel benötigst Du ein Radkreuz, eventuell ein längeres Metallrohr und einen Wagenheber.

Um mit dem Reifenwechseln zu beginnen, sollte das Fahrzeug auf einem festen und ebenen Untergrund abgestellt und die Handbremse angezogen werden. So kann es nicht wegrollen, und beim Anziehen und Lösen der Schrauben ergibt sich ein ausreichender Widerstand.

Bevor der Wagen angehoben wird, müssen die Schrauben des ersten Reifens mit Hilfe des Radkreuzes angelöst werden. Das Rohr kannst Du verwenden, um die fest sitzenden Schrauben durch die verbesserte Hebelwirkung leichter zu lösen. Der Wagenheber wird nun an der Markierung angesetzt. Sollte das Fahrzeug über keine Markierung verfügen, wird der Wagenheber möglichst nah am Radkasten und nicht in der Mitte des Wagens angesetzt. Ist das Auto in eine ausreichende Höhe gebracht, kannst Du die Schrauben komplett lösen und das Rad abnehmen. Der Reifen wird nun so beschriftet, dass die aktuelle Position zu erkennen ist, zum Beispiel „VL“ für „vorne links“.

Das neue Rad bringst Du nun in Abrollrichtung an. Diese ist meist mit Hilfe eines Pfeils auf der Reifenflanke gekennzeichnet. Beim Befestigen solltest Du immer gegenüberliegende Schrauben anziehen. Dies wiederholst Du auch bei den restlichen Rädern. Steht das Fahrzeug wieder mit allen vier Reifen fest auf dem Boden, werden die Schrauben nochmals fest angezogen. Nach dem Reifenwechsel solltest Du die nächste Tankstelle ansteuern, um den Reifendruck zu prüfen und falls nötig zu korrigieren. Nach etwa 50 gefahrenen Kilometern sind die Schrauben nochmals nachzuziehen.

Lagerung von Reifen: So wird’s gemacht!

Wenn Du Deine Reifen nicht beim Reifenhändler oder der Werkstatt einlagern möchtest, solltest Du beim häuslichen Überwintern ein paar Dinge beachten:

  • Reifen vor dem Abnehmen kennzeichnen: Da sich Reifen auf Vorder- und Hinterachse unterschiedlich abnutzen, sollte man dies mit Kürzeln wie „HL” für hinten links usw. deutlich machen.
  • Bei der Lagerung von Reifen gilt: kühl, trocken und dunkel. Das bedeutet, Du solltest Sonnenlicht und feuchte Kellerluft unbedingt vermeiden, damit die Reifen den Winter über nicht porös werden.
  • Hast Du die Reifen schon einmal abmontiert, lohnt sich ein prüfender Blick, ob auch alles in Ordnung ist. Checke auch die Felgen auf eventuelle Beschädigungen. Erkennst Du tiefe Risse oder Beulen, sollten die Reifen im nächsten Jahr nicht mehr aufgezogen werden. Gleiches gilt für das Reifenprofil - 1,6 mm sollten es noch per Gesetz sein, der ADAC empfiehlt ein Mindestprofil von 4 mm.
  • Kompletträder solltest Du gestapelt (z. B. auf einem Felgenbaum) oder an speziellen Wandhalterungen lagern.
Fazit: Ab Ostern solltest Du Sommerreifen fahren

Beachte die alte Regel und montiere Deine Sommerreifen in der Zeit um Ostern. So bist Du in der Regel auf der sicheren Seite. Wenn Du bei der Lagerung und beim Räderwechsel alles richtig machst, ist das Ganze nur eine Formsache und schnell erledigt.


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